FestivalKunstAllianz

FestivalKunstAllianz ist Koop-Partner des Formbacherlandes im Rahmen des Europa-Projektes PILGRIMAGE EUROPE SI-AT

In Uncategorized am 10/02/2012 um 11:14 vormittags

Antrag an RMO und Bitte zur Beschlussfassung

In Uncategorized am 25/01/2012 um 8:45 vormittags

An den Vorstand des RMO:

NRAbg. Dr. Reinhold Lopatka
Vorsitzender der Region Oststeiermark
NRAbg. Mag. Michael Schickhofer
Stv. Vorsitzender der Region Oststeiermark

LTAbg. Wolfgang Böhmer
LTAbg. Bernhard Ederer
LTAbg. Bgm. Erwin Gruber
LTAbg. GR. Anton Kogler
LTAbg. Vzbgm. Hubert Lang
Klubobfrau LTAbg. Ingrid Lechner-Sonnek
LT-Präs. Franz Majcen
LTAbg. Siegfried Tromaier

Aus dem Kerngebiet der Kunst kommend – den Festivals als Domäne der Transversalen Bereiche mit hohem Spill-over-Effekt – bemühen wir uns von der FestivalKunstAllianz (FKA) seit geraumer Zeit, auf die Notwendigkeit für die Schaffung und Stärkung einer KULTURTOURISTISCHEN DESTINATION OSTSTEIERMARK hinzuweisen. Die Voraussetzungen hierfür sind optimal und üppig. Die Basis für eine langfristig gesicherte, gute Arbeit gilt es im Rahmen der Neustrukturierung des RMO zu schaffen.

Korrespondenzen und Gespräche belegen unser Wollen. Für die Zielerreichung arbeiten wir von der FKA intensiv unter dem strategischen Überbau “Sommerfrische mit Niveau”, der wissenschaftliche Zugang sockelt auf der Kulturgeschichte des Spaziergangs und wir beziehen kulturtouristische komplementäre Angebotsträger gewollt und bewusst mit ein.
Diese sind in der ersten Phase: Museen; Galerien; Ökopark; Mitglied der Schlösserstrasse mit Fokus Kunstsammlung;Schlosskutscher; Feistritztalbahn; kulturhistorisches Erbe in Verbindung mit Zeitgenössischem; baukulturelles Erbe und Baukultur; Kultur- und Naturlandschaftliches; Urlaubsspezialisten Landlust, Urlaub am Bauernhof, ausgewählte Hotels in alten Mauern; Oststeirische Römerweinstrasse; Anbieter traditioneller Wirtshauskultur in alten Mauern; ausgewählte Direktvermarkter und Produktbotschafter; Kaffeehauskultur;

Die Festivals fördern die weichen Faktoren Partizipation, Bewusstseinsbildung, Lebensqualität, Attraktivität und ImagePlus der Region
Kulturtourismus würde nicht nur für eine notwendige Spezifizierung der Oststeiermark sorgen, KunstKultur kann insbesondere das Regionsprofil schärfen, bei
Stadt- und Umlandentwicklung wertvoll zuarbeiten und zur weiteren Inwertsetzung beitragen. Darüberhinaus: ist grenzübergreifende kooperative Zusammenarbeit und gelebter Europagedanke für die Kunst selbstverständlich. Gerade durch ihre Arbeit wird Internationalität in den Landstrich geholt.

KunstKultur(wirtschaft) fördert Struktur- und Regionalentwicklung, indem sie Standortattraktivität, Kohäsion und Beschäftligungsmöglichkeit nebst Tourismuswachstum
begünstig. Das im RMO beschlossene Hauptfeld Tourismus kann so optimal vertieft und ausgebaut werden, die weiteren Säulen Standortentwicklung, Beschäftigungspolitik sind ohne Querschnittsmaterie KunstKultur kaum denkbar (wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Effekte von KunstKultur sind beachtlich!)

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Die Lenkungsverantwortlichen des RMO mögen beschließen:
KunstKultur(wirtschaft) und Kreativwirtschaft als Motor für die regionale Entwicklung Oststeiermark und als elementare Faktoren der Strukturförderung stärker und durchgängig zu berücksichtigen und ausdrücklich und umfassend in die regionalpolitische Konzeption aufzunehmen

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Hinsichtlich der Grundlagenschaffung zur besseren Ausschöpfen des wechselseitigen Nutzens von KunstKultur samt deren Übertragungseffekte auf andere Bereiche
einerseits und Regionalentwicklung in der Oststeiermark andererseits, bedarf es eines klaren politischen Bekenntnisses aller Lenkungsverantwortlichen der Region.

>>>> So wird um eine erweiterte BESCHLUSSFASSUNG hinsichtlich folgender Inhalte gebeten:

- ) Sichtbarmachung von Kunst, Kultur- und Kreativwirtschaft als Thema in der Regionalentwicklung
- ) Anerkennung der Kunst und Kulturwirtschaft als Querschnittsthema mit Übertragungseffekt auf andere Sektoren
- ) Verbreitung des erweiterten KunstKulturbegriff und der erweiterte Innovationsbegriff
- ) Anerkennung und Nutzung der Relevanz von Kunst, Kultur- und Kreativwirtschaft
- ) alle drei genannten Bereiche sollten verstärkt in die zukünftigen Leitlinien und Zielsetzungen des RMO einfließen
- ) Gleichberechtigung von KunstKultur gegenüber anderer Sektoren
- ) ausdrückliche und umfassende Aufnahme in die regionalpolitische Konzeption von Kunst, Kultur- und Kreativwirtschaft
- ) Maßnahmenunterstützung für den Aufbau von Kulturtourismus und Bildungstourismus mit Wirkweise auf seine komplementären Angebotsträger

Der aktuelle Nationale Strategische Rahmenplan hat die Basis für die Einbeziehung von Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft in die regional-operativen
Programme geschafften – wir bitten die Lenkungsverantwortlichen des RMO dies zu nützen ! Gleichauf mit dem Fachwissen der KünstlerInnen und
KulturarbeiterInnen in der Region.

Wir stützen unsere nachdrückliche Bitte auf eine Anzahl an Kenntnissen, ua auf eine umfangreiche Studie, jüngst vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur herausgegeben, die auf 200 Seiten sehr deutlich den gegenseitigen Nutzen von KunstKultur und regionaler Entwicklung belegt.

Zusammenfassung: http://www.bmukk.gv.at/medienpool/21383/kreativmotor_kf.pdf
Zum vertieften Einlesen: http://www.bmukk.gv.at/medienpool/21382/kreativmotor.pdf

Weitere Fragen beantworten wir gerne, wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.
Mit Grüssen vom Hartberger Waldrand für die FKA:
Edith Kutschera-Kogler

Das Potential der Kultur

In Uncategorized am 25/01/2012 um 8:29 vormittags

Kultur hat das Potential, zur Verwirklichung der Ziele aller drei Kohäsionsleitlinien
beizutragen, obwohl sie dort kaum eine explizite Rolle spielt:

Sie steigert die
Attraktivität einer Region, hält Fachkräfte und Menschen mit höherer Bildung in den
Regionen und schafft mehr und bessere Arbeitsplätze.

• Die untersuchten Fallbeispiele der CSES/ERICarts-Studie konzentrieren sich
vor allem auf (Infra-)Struktur, auf die Schaffung von neuen Einrichtungen
sowie die Steigerung der regionalen Attraktivität durch die Kombination moderner
Architektur mit Revitalisierung. In Parks, „Business Incubators“, Beratungseinrichtungen
etc. werden Wissen, Innovation und Qualifikation gefördert. Zu den sozialen
Effekten zählt die Schaffung von Arbeitsplätzen durch Kultur und kreative Branchen – es
handelt sich dabei um „jobs that people enjoy doing“5 – und die Förderung von sozialer
Interaktion. Letztlich sind das entscheidende Faktoren für eine hohe Lebensqualität.

Durch effektive Kommunikation stellen die Projekte außerdem Bezugspunkte für das
Miteinander her und begünstigen so die gesellschaftliche Integration verschiedener
sozialer Gruppen.

• Die Rolle der Kultur wird insgesamt unterschätzt; vor allem ihr Beitrag zur
Wirtschaft wird statistisch nicht wahrgenommen: Indem sie Stabilität
durch soziale Kohäsion schafft, leistet sie wertvolle Unterstützung für die Ökonomie,
die sich aber nicht direkt in Zahlen widerspiegelt.

• Es gibt keine umfassende Strategie zur gezielten Nutzung dieses Beitrags –
nationale und regionale Ansätze variieren stark, je nachdem, welche Bedeutung
dem Kultur- bzw. Kreativsektor in einer Region zugemessen wird.

Schlussfolgerungen des Rates vom 10. Mai 2010
Basierend auf diesen Erkenntnissen werden folgende Empfehlungen6 abgegeben:

• Bessere strategische Verankerung von Kunst,Kultur und Kreativwirtschaft, Betonung
ihres Beitrags zu Europa 2020

• Ausbau der Unterstützung für Kulturprojekte aus den Strukturfonds entsprechend ihrer
Bedeutung

• Strategische Ansätze für kulturbasierte Entwicklung auf lokaler und regionaler
Ebene

• Verbesserung der Kommunikation zwischen Kultur und Wirtschafts-/Regionalentwicklung

• Eingehende Analyse und Evaluation des Beitrags von Kultur und Kreativwirtschaft

Der EU-Kulturministerrat reagierte auf diese Empfehlungen mit den Schlussfolgerungen des Rates vom
10. Mai 2010 über den Beitrag der Kultur zur lokalen und regionalen Entwicklung und fordert:

• die durchgängige Berücksichtigung der Kultur in der Politik der lokalen und
regionalen Entwicklung

• die Förderung günstiger Rahmenbedingungen auf lokaler und regionaler Ebene zur
Verbesserung der Entwicklung der Kultur und Kreativwirtschaft, insbesondere von
KMUs (z. B. durch effizientere Nutzung der Finanzierungsinstrumente der
Kohäsionspolitik und bessere Kommunikation zwischen Kultur-/Kreativwirtschaft und
Finanzdienstleistern)

• den Ausbau des Beitrags der Kultur zu einem nachhaltigen Tourismus

• die Förderung der Kreativität bei Bildung und Ausbildung im Hinblick auf
die Entwicklung neuer Fertigkeiten zur Verbesserung des Humankapitals und
zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts (z. B. durch die Vernetzung von
Bildungs- und Forschungseinrichtungen, KulturakteurInnen und Unternehmen oder
durch die Steigerung der Lernmobilität)

• den Ausbau der grenzüberschreitenden, transnationalen und interregionalen
kulturellen Zusammenarbeit

• „Es ist notwendig, den Unternehmen der Kultur- und Kreativindustrien,
speziell den kleinen und mittleren Unternehmen, den Zugang zu finanziellen
Mitteln zu erleichtern.

• Es gibt breite Unterstützung für ein umfassendes Innovationskonzept, das die
auf Kultur aufbauende Kreativität einschließt.

• Die für lokale und regionale Entwicklung zuständigen Behörden müssen ihre
Unterstützung für den Bereich Kultur und hiermit verbundene Industrien als Teil
ihrer Strategien für intelligente Spezialisierung ausbauen.

• Die Kultur- und Kreativindustrien müssen zum Experimentieren ermutigt werden
sowie dazu, Technik und Technologien – insbesondere die Informations- und
Kommunikationstechnologie – in vollem Umfang hierbei zu nutzen.

• Es müssen mehr Möglichkeiten für multidisziplinäre und grenzüberschreitende
kreative Partnerschaften zwischen kulturellen und kreativen Institutionen,
Unternehmer aller Arten, Hochschulen und Forschungsinstitutionen geschaffen
werden.

• Das Urheberrecht ist als faire Entlohnung für Kreativität unverzichtbar.

• Die Medienkompetenz muss weiter gefördert werden.

• Die Zusammenarbeit und der Austausch auf internationaler Ebene muss weiter
gestärkt werden

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